Gestern Abend passierte es. Wie er da saß, ungebrochen inmitten all des Elends, da war die Seelenverwandtschaft offenkundig und mein Herz weit auf. Asyl, zweite Chance, Adoption rief es in mir.

Die unwürdigen Vorbesitzer wurden flugs mit etwas schnödem Mammon abgepeist. Am Heimweg galt es den Sieg der Gefühle zu feiern. Der Rüdigerhof kam da gerade recht.

Dort tagte der Familienrat in Sondersitzung. Er kam schnell überein, dass jemand, der inmitten von ausdrucksstark gelebter Armut so viel Würde und Zuversicht ausstrahlt nur einen Namen haben kann: Fidel.

Danach wurde die neue Bande in einem traditionellen Trinkritual gefestigt.

Die euphorische Stimmung erhielt am Rückweg allerdings einen kurzen Dämpfer. Mein Groll war groß und bedrohlich.