Du hast keine Chance, aber nutze sie. (Achternbusch)

Kategorie: Kochen & Essen (Seite 1 von 2)

Wenn der Herr Beuys meinte, …

… dass jeder alles zur Kunst erklären könne, dann mache ich das jetzt mal mit meinem Kastenfenster und erkläre es zum Wechselrahmen.

Dass der Herr Beuys damit den Kunstbegriff demolierte und der Vermarktung und dem Markt als vorrangiges Bewertungskriterium Vorschub leistete, ist die Kehrseite der Medaille. Die Freiheit des Individuums führte en passent auch zur zügellosen Freiheit des Kapitals und im Bereich der Kunst zum Kunstwerk als börsennotierte Spekulationsware. Das geht bis zu Warentermingeschäften, wenn etwa Oligarchen ein Bild des Malers Helnwein kaufen, das erst in ferner Zukunft gemalt werden wird. Nicht alles was gut gemeint war ist halt auch gut.

Dosen-Wirtschaft & Fenster-Store

Samstag ist Einkaufstag. Je nach Jagdrevier komme ich mit mehr oder weniger Beute zurück.
Damit nichts verkommt wird alles sofort aufgearbeitet. Geputzt, geschnitten, vakuumiert oder in Dosen verpackt. Teilweise im Fenster gelagert. Den Monk in mir beglückt das.

Meiner Begeisterung für den Isolierkasten eines Wiener Rahmenpfosten-Kastenfensters (auch Wiener Stockfenster genannt) habe ich hier schon bekundet. Einer der Vorteile liegt darin, dass man ohne die Wirbelsäule zu strapazieren Zugriff hat. Des weiteren ist die Temperatur über die Wintermonate meist perfekt. Derzeit 10° bei 0° Außentemperatur. Bevor es Kühlschränke gab, also bis in die Mitte des vorigen Jahrhunderts haben die Menschen Butter, Milch und Käse stets im Kastenfenster frisch gehalten. Ich kenne das noch von meiner Omama …

Schnee von heute

Was macht jemand, der kaum Süßigkeiten schnabuliert, mit verbliebenem Eiklar? Hier eine Lösung:  scharf gewürzte Schneenockerln als Einlage für jede Art von Gemüsesuppen:

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Wenn’s also künftig wieder Erdäpfelknödel gibt, ist die Suppeneinlage vorprogrammiert. Das Konzept scheint ausbaufähig.

Fenster mit Aussicht …

… auf eine geschmackvolle Zukunft:

Fenster mit kulinarischer Aussicht

Die Gemüselagerung im Isolierkasten eines Wiener Rahmenpfosten-Kastenfensters bedeutet eine stete visuelle kulinarische Inspirationsquelle sowie Herausforderung. Auch bezüglich drohenden Wetterwechsels.

Apropos Herausforderung: Meine iranischen Freunde müssen ab jetzt ein Neues Jahr meistern.
Mubarak-e Nowruz !

 

Schatz gehoben

Den Keller nach dem Arnika durchsucht, den meine Mutter vor über 40 Jahren angesetzt hat. Statt dessen einen anderen, vermutlich noch älteren Schatz entdeckt: eine Rheuma-Tinktur nach einem Osttiroler Bergbauernrezept. Sie besteht aus roten Kastanienblüten, jungen Tannenspitzen, Rossfluid und Weingeist. Riecht angenehm nach Nadelwald.

Osttiroler Rheuma-Tinktur

 

Guter Lotsch der ich manchmal bin ….

… habe ich das Vieh geborgen und in Ufernähe ins Dickicht gesetzt und NICHT als vortrefflichen Angelköder verwendet.

Geborgene Kröte

Geborgene Kröte

Deshalb wird es auf absehbare Zeit kein Fisch-Carpaccio geben und ich muss mich wohl vorläufig mit dem köstlichen Carpaccio vom Kalmar begnügen  Smiley_Messer+Gabel

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Wenn dann noch die Glut im Kachelofen die Winterkälte aus den Mauern vertreibt steht meine kleine Welt für einen Augenblick in Wohlgefallen still.

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Ja, ein bisserl sehr bürgerlich, aber was solls. Momentan bin ich in Sachen Aufbegehren nicht auf Sendung. Morgen wieder. Vielleicht.

PS: Info für alle besorgten Tierschützer:  Laut österreichischem Fischereigesetz ist das Angeln mit lebenden Wirbeltieren verboten. Don’t worry. Die Kröte hat sich der Storch geholt und der  bringt Euch ja die Kinder …

Espresso 2015

Kaffeetechnisch bietet das neue Jahr ansehnliche und duftende Perspektiven:

Espresso 2015

Und das alles ohne sündteurem elektrischem HighTech-Überdrüber. Möglich macht’s die neue Bialetti Brikka, die unter folgenden Bedingungen eine wunderschöne stabile Crema hervorzaubert:

  • Kaffeesorte: Den idealen Kaffee (Guglielmo) verdanke ich Franco, meinem grandiosen italienisch-stämmigen Figaro (HaareM). Als er sich selbständig machte investierte er zum Unverständnis seiner Familie zuallererst in eine Espressomaschine für 50.000 Schilling.
  • Wasser:  es darf definitiv kein bisschen mehr Wasser eingefüllt werden, als die Messmarke vorgibt., sonst bleibt die Crema Wunschdenken.
  • Kaffeemenge: den Behälter nur zu drei Viertel befüllen

Auf kleiner Flamme erhitzen. Nach ca. drei Minuten zischt es gut hörbar.  Behutsam in vorgewärmte Tasse einschenken. Platz nehmen. Anblick bewundern. Intensität genießen.

 

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